"High Priced"
Teil 2
von Vagabond & Nyx

 

~Sean~

Elegant und geschmeidig glitt die schwarze Limousine heran und hielt vor Sean, der gerade mitsamt Bodyguard und 'Abendbegleitung’ aus dem Club gekommen war.
Sean’s Bodyguard, der den Abend über mit einem wachsamen Auge auf seinen Herrn im Hintergrund gewartet hatte, warf einen prüfenden Blick die Straße entlang. Erst nachdem er Sean sicher im Wagen wusste, nahm er seinen Platz auf dem Beifahrersitz ein und warf dem Chauffeur einen auffordernden Blick zu.

Sean seufzte leicht und ließ die schwarze Trennscheibe hochfahren, die seinen Begleiter und ihn vor den verhalten neugierigen Blicken seiner beiden Angestellten schützte.
Dann holte er ein edles Etui mit kurzen dünnen Zigarillos aus seiner Tasche und wählte nachdenklich eins davon aus. Den jungen Mann neben sich auch jetzt noch nicht weiter beachtend, zündete er es an und nahm einen tiefen langsamen Zug. Das goldene Armband, das sein rechtes Handgelenk zierte, spiegelte sich glitzernd in der Scheibe des Wagens, als er wieder und wieder das Zigarillo zum Mund hob und dabei gleichmütig hinaus auf die vorbeirauschende Straße sah.

Schließlich brachte ein beinahe ungeduldiges Räuspern ihn endlich dazu, seinen Kopf von der funkelnden Kulisse der Stadt draußen abzuwenden. Er warf einen kurzen Blick auf den jungen Mann, der sich neben ihm auf der dickgepolsterten Rückbank aus dunklem Leder herumlümmelte, und ihn neugierig anstarrte.

„Nimm dir `nen Drink.„ sagte er, und deutete auf die gutgefüllte Minibar des Wagens. Der Junge kam dieser Aufforderung mit bemerkenswerter Schnelligkeit nach. Sean sah ihm mit mildem Interesse zu, wie er sich durch die Auswahl wühlte, und schließlich zielsicher einen sündhaft teuren Brandy herausgriff. Sean konnte sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. 'Nur das Beste’... In der Tat.

Sean drückte den Rest seines Zigarillo achtlos aus, und lehnte sich tiefer in seinem Sitz zurück. Er ließ den ihm sich bietenden Anblick auf sich wirken - wie sein 'Kauf’ den Brandy genüßlich ein paar Mal herumschwenkte und dann in mehreren kleinen Schlucken zufrieden leerte, nun seinerseits aus dem Fenster starrend, sich wohl fragend, wohin Sean ihn bringen mochte.

„Wie ist dein Name...„ sagte er in einem beiläufigen Ton, und ohne wirklich die Stimme zu einer Frage zu heben. Genauso gut hätte er das regnerische Wetter draußen kommentieren können. Dennoch sah er den Jungen neben sich nun direkt an.


~Orlando~

Orlando hatte sich zufrieden zurückgelehnt und betrachtete die unzähligen Lichter, die draußen an ihnen vorbeiglitten. Wow. Was für ein Abend! Das war mehr als ein Lottogewinn. Er ließ den Brandy auf der Zunge zergehen, schmeckte den intensiven Geschmack und genoß das heiße Gefühl, das sich in ihm ausbreitete, als das Getränk seine Kehle hinabrann.

Ein Bündel Geldscheine... ein hoher Preis für die Nacht... eine Limousine... ein Brandy, besser als alles, was er je zuvor getrunken hatte... Konnte es noch eine Steigerung geben? Erneut dachte Orli sehnsüchtig an das weiße Pulver zurück, mit dem er gestern so verschwenderisch umgegangen war.

Die Stimme seines Kunden holte ihn aus den Gedanken zurück. Ein einziger Blick in die hellen Augen, die ihn nicht neugierig, aber dennoch eindringlich musterten, sagte ihm, daß sein "Such dir einen Namen aus" hier nicht funktionieren würde. Dieser Mann wollte eine Antwort, keine billigen Ausflüchte hören.

Orlando war Profi genug, daß zu erkennen und damit umzugehen. Er räusperte sich erneut und rutschte auf seinem Platz ein wenig nach oben. Eine Hand hielt das Glas umschlossen, während die andere zwischen dem Mann und ihm auf dem kühlen Leder des Sitzes ruhte. Jederzeit bereit die Arbeit aufzunehmen.

Ein charmantes Lächeln begleitete seine Worte. "Orlando. Manche Leute nennen mich Orli. Was dir besser gefällt." Der jüngere Mann gab seinem Job die Gelegenheit den Namen aufzunehmen und zu entscheiden wie er ihn nennen wollte. Wie konnte jemand so verdammt viel Geld besitzen? Und noch besser, so viel Geld für Sex bezahlen? Mit einem kaum merklichen Kopfschütteln vertrieb er den Gedanken wieder. Sein Vorteil, sein Geschäft.

"Und du?" Die Frage war absichtlich kurz gehalten. Wenige Kunden hatten Interesse daran, ihren wahren Namen zu nennen. Wie hieß jemand, der so viel Geld besaß? Elliot? Lloyd? Geronimos? Orli konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, während er auf die Antwort wartete.

~Sean~

Sean’s linke Augenbraue hob sich wieder bedeutsam, und vertiefte den Ausdruck von Arroganz, der nie ganz von seinem Gesicht verschwand. Der Junge hatte denselben unverschämten Ausdruck im Gesicht, mit dem er ihn schon den ganzen Abend über bedachte. Das Bürschchen schrie offensichtlich geradezu nach einer kleinen Lektion. Sean packte diesen Gedanken für später weg, und schaute 'Orlando’ prüfend an. Spielte er nur mit ihm? Oder wußte der Junge wirklich nicht wer er war? Sean grinste. Er war gespannt, wie sein Gegenüber auf die Eröffnung reagieren würde.

„Üblicherweise nennt man mich 'Lord Bean’.„ Sean blickte betont gelangweilt, während er gleichmütig fortfuhr. „Die zu diesem Namen gehörenden Titel erspare ich dir, zumal ich denke, das unsere Art von 'Geschäft’ wohl eine anderen Anrede zuläßt. Er lächelte süffisant. „Du darfst mich 'Sean’ nennen.„


~Orlando~

Die Augen des jungen Mannes wurden groß und er sah den anderen ungläubig an. Die Hand, die das gut gefüllte Glas hielt, zitterte ein wenig und seine Kehle fühlte sich mit einem Mal trocken an. Okay, ganz ruhig, Orli. Er mußte sich den Satz ein paar mal in Gedanken sagen, bis sich sein aufgeregter Herzschlag beruhigt hatte.

Natürlich hatte er den Namen schon gehört, aber außer dem Geld, das dahinter steckte, wußte er nichts von diesem Mann. Das war nicht seine Welt und niemals hätte er gedacht, daß... *Der* Sean Bean nahm ihn mit zu sich nach Hause, in dessen Limousine saß er, und trank vermutlich einen der teuersten Brandies auf der ganzen Welt.

Noch während er 'Sean’ mit unverhohlener Faszination und einem nicht geringen Maß an Neugier musterte, fiel ihm das Geld ein, das in seiner Hosentasche gegen seinen Körper drückte. Wo das herkam, war noch mehr zu holen. Sehr viel mehr.

Konnte sein Leben in diesem Augenblick noch besser werden?

Zufrieden mit sich selbst, einmal mehr den Reichsten der Kunden ausgesucht zu haben, lehnte er sich lächelnd zurück und genehmigte sich genüßlich einen großen Schluck Brandy.


~Sean~

Sean schloß die Augen für einen Moment und ließ den Kopf nach hinten fallen. Er war müde, der Tag war sehr anstrengend gewesen. Aber es verlangte ihn noch nach ein klein wenig Spaß.

Er beugte sich ein wenig nach vorn, um in den Taschen seines Mantels zu suchen, den er sorgsam auf den Sitz gegenüber gelegt hatte.
Mit einem kurzen erwartungsfrohen Glimmen in den Augen zog er eine kleine Tüte mit weißem Pulver heraus, und ließ sich dann wieder in seinen Sitz zurückfallen.

Mit sorgsamen Bewegungen rollte er den linken Ärmel seines Hemdes ein wenig nach oben und hob die Hand ein wenig näher zum Gesicht. An seiner anderen Hand klingelte das Armband leise, als er vorsichtig das Pulver aus der Tüte herausschüttelte, und damit eine feine gerade Linie auf seinem Handrücken zog. Mit einem erwartungsvollen Seufzer hob er die Hand schließlich an seine Nase und sog das kostbare Pulver geübt durch ein Nasenloch ein.

Zufrieden lehnte er sich zurück und wartete tief atmend darauf, das der Stoff seine Wirkung tat. Er konnte es bereits spüren... wie ein befreiendes Lachen, das nur darauf wartete, herauszubrechen.

Sean’s Konzentration begann sich immer mehr zu verlagern, bis sie schließlich auf einer einzigen Person ruhte - ihm selbst. Er fühlte sich fantastisch. Befreit, relaxt, und unglaublich... geil.

Sean lächelte gemein und ein leises Lachen brach aus ihm hervor. Er brauchte einen Fick.
Sein Blick fiel auf Orlando und Sean’s Lächeln wurde breiter, als er den sehnsüchtigen, nervösen Blick des anderen bemerkte. Mit einer lässigen Bewegung warf Sean ihm die kleine Tüte in den Schoß.

„Bedien dich ruhig, mein Hübscher.„ grinste er großzügig und leckte sich über die Lippen.


~ Orlando ~

Gierig griff Orli nach der Tüte. Seine Hände zitterten vor Verlangen und erbrauchte eine kleine Ewigkeit, bis er die Line gesetzt und geschnupft hatte. Er war es gewohnt, Papierröllchen oder ähnliche Hilfsmittel zu
verwenden.
Er spürte Sean’s Blick auf sich, während er das Prickeln und Kitzeln in seiner Nase genoß, aber er wich den intensiven, grünen Augen aus. Zu früh. Das Kokain wirkte noch nicht. Im Inneren der Limousine herrschte völlige Stille.

Und endlich begann das bekannte, sehnsüchtig erwartete Gefühl von seinem Körper Besitz zu ergreifen. Die Anspannung ließ nach, und sein
selbstsicherer Charme kehrte zurück. Wie perfekt konnte diese Nacht noch werden? Er hatte einen reichen, gutaussehenden Kunden MIT KOKAIN neben sich sitzen. Wenn das kein Volltreffer war.

Orli spürte eine fordernde Hand zwischen seinen Beinen, die sich auf sein
Glied unter dem dicken Stoff der Jeans legte. Der deutlich spürbare Druck
eben dieser Hand, in dem auch Ungeduld lag, erinnerte Orli an seinen Job, warum er hier war und daß es Zeit war, mit der Arbeit zu beginnen. Langsam, fast spielerisch, ließ er seine Hand über Sean’s Oberkörper gleiten, bis seine Finger die kleine Erhebung ertasteten und die Brustwarze unter dem Seidenhemd umkreisten und rieben. Als er sie schließlich drückte und daran zog, kam Sean ein erstes Stöhnen über die Lippen.

"Oh ja, das gefällt dir, Sean... Und nicht nur deine Nippel werden hart..."

Orli’s Stimme war kaum mehr als ein betörendes Flüstern, beschwörend und Lust suggerierend. Gekonnt ließ er sich vom Sitz zwischen Sean’s Beine gleiten und öffnete dessen Hose. Er befreite das pulsierende Fleisch, und ohne lange zu zögern, leckte er leidenschaftlich über den harten Schaft, der sich ihm entgegenstreckte.

Es war lediglich ein Job, aber deshalb liebte Orli das Kokain. Es half ihm ebenfalls Lust zu empfinden, sich zu lösen und einen Teil davon zu genießen. Das euphorische Gefühl des Rausches hatte ihn völlig gefangen genommen und bereitwillig öffnete er seinen Mund, als Sean seine Hüften erregt gegen ihn drängte. Er mochte mehr Geld haben, als er jemals ausgeben konnte, aber er war wie alle.

Sie alle waren scharf auf ihn, geil auf einen Fick. Nichts anderes zählte. Und Orli gab ihnen, wonach sie verlangten und wofür sie bezahlten: seinen Körper.
Doch die Gedanken waren weit weg, denn trotz des Gefühls jetzt alles tun zu können, daß die Drogen in ihm ausgelöst hatten, mußte er sich doch darauf konzentrieren seinen Job gut zu machen. Er war hier, um Geld zu verdienen und zu arbeiten, nicht nur um still zu halten und sich von einem harten Schwanz aufspießen zu lassen.

Erst umkreiste er die Spitze des Gliedes mit seiner Zunge, doch allmählich nahm er Sean immer tiefer in sich auf. Er stützte sich mit beiden Händen
auf dem Sitz der Limousine ab, während er in einem gleichmäßigen Rhythmus an Sean’s Glied leckte und saugte. Erst langsam, dann immer schneller. Er fühlte den festen Griff in seinen Haaren, der ihn daran hindern sollte, sich zurück zu ziehen, doch Orli dachte nicht mal daran. Er war Profi, das war sein Job. Unaufhörlich bewegte sich sein Kopf hinauf und hinunter.


~ Sean ~

Ein zufriedenes Keuchen löste sich von Sean’s Lippen, als er seine Hüften energischer vorwärts drängte und hart in den bereitwilligen warmen Mund stieß.

Mittlerweile hatte er beide Hände fest in dem wuscheligen dunklen Haarschopf vergraben, und zwang den jungen Mann gnadenlos zu einem schnelleren Tempo. Er konnte ein leichtes Würgegeräusch hören, immer wenn er den Rhythmus zu plötzlich änderte, oder zu tief stieß, aber die kleine Hure fing sich jedes Mal recht schnell.
Gebannt starrte Sean auf Orlando hinab, wie dessen Mund seinen Schwanz verwöhnte, ab und an eine Hand zur Hilfe nehmend.

Der Kleine war eindeutig ein Profi. Kannte all die Tricks auf die es ankam. Auch wenn Sean im Moment nicht viel Wert auf Raffinesse legte. Alles was er wollte, war, zum Höhepunkt zu kommen. Schnell und hart.

Die Drogen in seinem Körper steigerten seine Lust ins Unerträgliche und schienen die Sache gleichzeitig hinauszuzögern. Eine kleine Ewigkeit lang drängte sich Sean beinahe verzweifelt den gierigen Lippen vor ihm entgegen, atemlos keuchend vor Anspannung und Lust.

Ein leise gewimmertes 'Jaa..’, das in ein langgezogenes Stöhnen überging, war schließlich das Zeichen, daß er sich dem ersehnten Orgasmus näherte.
Sean’s Finger packten Orli’s dunkle Locken hart und hielten ihn an Ort und Stelle, während sich sein Körper anspannte.


~ Orlando ~

Als er spürte, wie sich der Körper des anderen mehr und mehr anspannte und sich dem Höhepunkt seiner Lust näherte, versuchte Orli sich zu entspannen, den Rhythmus aber nicht langsamer werden zu lassen. Er war so kurz davor, das hier zu beenden, und er wollte es jetzt beenden, schnell. Der unbarmherzige Griff in seinen Haaren ließ ihm klar werden, daß er dem heißen Samen nicht entgehen würde. Er konnte das Glied des anderen nicht freigeben, sondern war gezwungen, das Zeichen seines Höhepunktes zu schlucken.
Orli versuchte sich darauf vorzubereiten und sich so gut wie möglich zu entspannen. Dann war es am einfachsten - zu schlucken ohne darüber nachzudenken, den bitteren Geschmack kaum bemerkend...

Ein letztes Saugen von ihm, noch einmal stieß Sean seinen Schwanz tief in seinen Rachen, und schon explodierte er zuckend und zitternd in ihm, ihn in Besitz nehmend und markierend wie eine Ware. Orli wußte, was sein Platz und seine Aufgabe war. Niemals gab er sich irgendwelchen dummen Träumen hin.

Er verharrte ruhig, bis sich Sean beruhigt hatte, und zufrieden im Sitz der Limousine lehnte und ihn ansah. Langsam entließ Orli das erschlaffende Glied aus seinem warmen Bett in die kühle Freiheit. Er lehnte sich zurück, blieb aber am Boden des Wagens sitzen, die Beine leicht gespreizt, um genug Platz zu haben. Die Wirkung des Kokains hielt noch immer an und er fühlte sich eigenartig leicht. Warum konnte man sich nicht immer so fühlen?

Ein plötzlicher Ruck, der durch den Wagen ging, und ihn leicht zurückwarf, riß Orlando aus seinen Gedanken.
Die dunkle Scheibe wurde heruntergelassen und ein abschätziger Blick des Chauffeurs traf ihn, bevor dieser sich an seinen Herrn wandte. "Wir sind da, Eure Lordschaft."

 

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TEIL 3

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