"SubMission"
Teil 3
by Beryll & Vagabond

 

And when you are happy, my heart feels joy, too,
and I will dance through your dreams, while you sleep.

And when you are hurt, my heart feels pain, too,
and I will cradle you in my arms, while you weep.

*****

Ungeduldig stand Ewan im einladenden Empfangsraum vom ‚Horny Pony’ und wartete. Gerade mal zwei Tage war es her, das er dieses Etablissement in überstürzter Hast verlassen hatte, und eigentlich hatte er nicht vorgehabt vor nächster Woche wieder zu kommen. Doch irgend etwas, das er selbst nicht so genau benennen konnte, trieb ihn dazu bereits schon heute wieder nach dem dunkelhaarigen Bray zu verlangen, bei dem er nun schon seit cirka einem halben Jahr Stammkunde war.
Udo Kier führte ihn mit einem wissendem Lächeln die ausgetretene Treppe hinauf zu den vertrauten Zimmern und Ewan folgte nervös. Ihm war ein wenig flau im Magen, als er, auf einem der rosa-plüschigen Sessel Platz nehmend, darauf wartete das man Bray zu ihm brachte. Wie würde der Junge reagieren? Schließlich war ihr letztes "Zusammentreffen" recht unschön verlaufen...’

Bray sah eher unwirsch von dem zerlesenen Comic auf, in dem er gerade blätterte, als die Zimmertür geöffnet wurde. Er hatte gerade eine ausgesprochen unerfreuliche Session mit einem widerliche alten Kerl hinter sich, der es besonders lustig gefunden hatte, Bray ‚doggie-style’ zu vöglen, nachdem er gemerkt hatte, wie sehr Bray seine angebrochenen Rippen wehtaten. Eigentlich wollte er jetzt niemanden sehen. - Und schon gar nicht Aeryn, die nun den Kopf zur Tür hereinsteckte. Konnten sie ihm nicht wenigstens ein paar Minuten Ruhe gönnen?
Trotzdem schaffte er es seine Gesichtszüge zu einem angemessen-unterwürfigen Ausdruck zu ordnen. "Dein besonderer Freund Ewan ist wieder da." sagte Aeryn mit einem Tonfall, den man sowohl als Bosheit wie auch als sehr ungeübtes Mitgefühl interpretieren konnte. "Und er hat ausdrücklich nach dir verlangt." Sie zog die Augenbrauen zusammen. "Ich hoffe für dich, daß du ihn diesmal zufrieden stellst..."
Bray nickte ergeben, stand auf und folgte Aeryn nach unten, zu dem Zimmer in dem Ewan wartete. Das konnte ja heiter werden. In Gedanken entfernte er sich so weit von *Wolf* wie es ihm möglich war. Wenn er heute schon wieder die Beherrschung verlor, könnte es leicht das letzte Mal sein. - Für ihn oder für dieses Bordell.
Ewan thronte in einem der zerschlissenen roten Plüschsessel. 'Blow-Job', dachte Bray und kniete vor ihm nieder, ohne zu warten, bis Aeryn die Tür geschlossen hatte.

Ewan betrachtete Bray aufmerksam, als dieser das Zimmer betrat und - ohne ihn auch nur irgendeines Blickes zu würdigen (geschweige denn zu warten bis Udo's Hündchen das Zimmer verlassen hatte) - sofort vor ihm niederkniete und begann die Knöpfe von Ewan's enganliegender schwarzer Lederhose zu öffnen.
Ewan's Blick verschleierte sich - und keineswegs nur wegen den geschickten Händen, die sich nun daran machten, seinen "Zauberstab" vorsichtig auszupacken, sondern Ewan verwendete auch seine magischen Sinne, um sich Bray genauer anzuschauen. Er hatte bemerkt, daß der sonst so geschmeidige schlendernde Gang des Jungen schwerfälliger war als sonst, - behutsamer. Er war irgendwie verletzt, obwohl er sich alle Mühe gab es nicht zu zeigen.
Ewan's geschulter Blick tastete über die vor ihm kauernde Gestalt, deren astrales Abbild ihm verriet, das Bray offensichtlich zwei ziemlich übel gebrochene Rippen hatte. Bray's Magie mochte ihm helfen die Schmerzen leichter zu ertragen, aber offensichtlich reichten seine Kräfte nicht aus um die Verletzung zu heilen. Auch Ewan vermochte es nicht.
Schuld schlich sich in das Herz des Magiers. Denn er war sich sicher, daß der Zwischenfall vor zwei Tagen der Grund für diese gebrochenen Rippen war. Mit Sicherheit hatte dieser elende Vampir Udo sich Bray vorgenommen, nachdem Ewan gegangen war.
Vorsichtig Bray's Kinn in seine Hand nehmend, hob er den Kopf des Jungen und blickte ihm in die Augen. Er löste Bray's Hände sorgsam von den Knöpfen seiner Hose und schüttelte den Kopf. "Du bist verletzt." Ewan konnte nicht verhindern, daß das an ihm nagende Schuldgefühl leise in seiner Stimme mitschwang...

Bray sah Ewan einen Moment ehrlich überrascht an. Konnte es sein, daß der Mann so etwas wie Mitgefühl für ihn empfand? Sofort verbannte er diesen Gedanken wieder aus seinem Kopf. Wahrscheinlich freute der andere sich nur darüber, daß seine Beschwerde auch etwas gebracht hatte. Also möglichst unterwürfig und 'belehrt' wirken... "Es war meine eigene Schuld, Herr. Ich hätte Ihnen nicht widersprechen dürfen." sagte er und hielt seine Stimme dabei so geschlagen wie möglich.

Ewan schluckte. Als Bray sich ihm neulich verweigert hatte, war er mehr als nur wütend gewesen und hatte sich in seinem Ärger gewünscht, dem Jungen eine Lektion zu erteilen. Aber doch nicht so! Ewan war kein gewalttätiger Mensch. Er konnte manchmal echt gemein und gefühlskalt sein, das wußte er, aber er tat niemandem absichtlich körperlich weh.
Sein Verhalten von neulich tat ihm nun auch aufrichtig leid. Er hatte nicht gewollt das Bray so mißhandelt wurde, nur weil "Mr. McGregor" mal einen zuwenig geblasen bekommen hatte und deshalb Arschloch spielen mußte. Ach Scheiße... wie konnte er das nur wieder gut machen?
"Ähem... hey, nicht doch Junge." begann er unsicher. "Ich war wütend ja... hab' ein wenig überreagiert. Aber ich wollte bestimmt nicht das man dir wehtut. Also.. uhm... wenn du vielleicht heute lieber nicht willst... ich würde es verstehen." Und Ewan begann mühsam seine Hose über der Ausbeulung in seinem Slip wieder zuzuknöpfen.

'Also doch', Bray war versucht den Kopf zu schütteln vor Verwunderung. Er konnte kaum glauben, daß Ewan tatsächlich auf ihn Rücksicht nehmen wollte. Vor allem, nachdem er Ewan's harten Schwanz schon fast in der Hand gehabt hatte. Aber er sah auch kein Falsch in der Aura des Magiers. Nur ehrliches Mitleid und schlechtes Gewissen. Gewissen... wann war er das letzte Mal einem Menschen mit Gewissen begegnet? Abgesehen von seinen Freunden natürlich. Wäre das schön, dieses Geschenk einfach nur anzunehmen. Aber diese Option gab es nicht.
Nur wie es Ewan sagen? Weiter auf die unterwürfige Tour? Eigentlich hatte er das nicht verdient. Wenn sich Ewan schon die Mühe machte ihn wie einen Menschen - oder so etwas ähnliches - zu behandeln, sollte er das wohl auch tun. Also ließ er die unterwürfige Maske fallen, setzte sich auf seine Fersen zurück und sah zu Ewan auf. "Das ist echt nett von dir." sagte er mit einem unglücklichen Lächeln. "Aber wenn du hier noch mal unbefriedigt raus gehst... - dagegen wird die Strafe von vor zwei Tagen wie ein Spaziergang aussehen..."

Ewan konnte es nicht fassen. Bray sprach zu ihm und verwendete den Ausdruck "nett". Und er lächelte! Oh fuck, und was für ein Lächeln das war! Aber es war so traurig. Zum ersten Mal wurde Ewan bewusst, was es wohl heißen musste hier zu leben. Hier zu "arbeiten". Und er hatte immer gedacht das es dem anderen Jungen auch irgendwie Spaß machen würde, wenn sie zusammen waren. Ewan vergaß zu gerne, das er für diese Gefälligkeiten bezahlte. Er pflegte lieber die Vorstellung, das er selbst es war, der Bray zu diesen herrlichen Seufzern trieb, daß es nicht nur wegen des Geldes war, nicht nur Show.
Wie konnte er den Jungen jetzt noch einfach so benutzen? Sein Bedürfnis war unübersehbar, aber er wollte das Bray nicht antun. Nicht wenn der andere so verletzt war. "Ich... ich kann das nicht." sagte er gequetscht. "Nicht wenn du verletzt bist. Nicht wenn ich weiß, das Du es nur tust, weil Du mußt. Ich dachte immer... vielleicht... das es dir ein wenig Spaß machen würde mit mir zusammen zu sein?" Ewan schaute unsicher in das rätselhafte Gesicht von Bray. Es schien immer noch etwas *hinter* der äußeren Fassade zu liegen. Etwas das immer gut verborgen blieb. Wie gerne hätte Ewan gewußt was es war!

Bray sah Ewan an und für einen Augenblick genoß er die Hilflosigkeit des anderen. Dann warf er einen Blick auf die deutlich sichtbare Beule in Ewan's Schritt und konnte ein ehrliches Grinsen nicht mehr unterdrücken. "Na, ich würde schon sagen du kannst...." Er schaffte es einfach nicht, Ewan gegenüber die Fassade des getretenen Dummchens aufrecht zu erhalten. Und wenn er ganz ehrlich zu sich selbst war - wenn es einen Kunden gab bei dem es ihm 'fast' Spaß machte, dann war es Ewan. Aber das mußte er dem Magier ja nicht unbedingt sagen. Würde ihn nur noch arroganter machen...

Jetzt mußte Ewan auch lachen. Es war irgendwie befreiend. "Ja, sieht ganz danach aus, nicht?" entgegnete er Bray mit einem schelmischen Funkeln in den Augen. Vielleicht konnte man die ganze unglückliche Situation ja doch noch irgendwie retten, sie "erträglich" für Bray machen. Ewan hatte da auch schon eine Idee... Langsam stand er auf und zog Bray mit sich. "Komm." flüsterte er, und drängte den anderen vorsichtig in Richtung Bett.
Auf seine gebrochenen Rippen achtgebend, zog er Bray langsam und sorgsam das Shirt aus und bedeutete dem anderen sich auf dem großen Bett niederzulegen. Sich seines eigenen Hemdes entledigend, stand Ewan am Fuße des Bettes und ließ seinen Blick über den Körper vor ihm wandern. Er würde Bray nicht wehtun. Im Gegenteil. - Er würde seinen Fehler von neulich wieder gutmachen. Auch wenn er für diese Nacht bezahlt hatte, sie würde Bray gehören. <Und ich selbst werde dabei schon nicht um meinen Spaß kommen>, dachte Ewan und unterdrückte ein Grinsen. Wie er es liebte, wenn der andere sich vor Lust wand! Und diesmal würde Ewan sicher sein können, daß Bray es auch wirklich empfand - er würde schon dafür sorgen!
Behutsam glitt der Körper des blonden Magiers über dunklere Haut. Ob Bray ihm erlauben würde ihn zu küssen? Sie hatten es noch nie zuvor getan. Es war eigentlich nicht üblich. Zumindest nicht diese sanften federleichten Küsse die Ewan jetzt vorschwebten. Die Küsse, die man nur ganzen Herzens gibt...

Bray begutachtete Ewan mit einer seltsamen Mischung aus Amüsement und Mißtrauen. 'Hättest du dir ja gleich denken können, daß er dich nicht vom Haken läßt', kommentierte *Wolf* in seinem Kopf mit einer gewissen perversen Befriedigung, aber Bray ließ sich diesmal nicht davon beeindrucken. Wir werden ja sehen, was er vorhat, dachte er.
Als Ewan sich langsam über ihn legte, riskierte Bray einen kurzen 'tieferen' Blick in seine Aura. Was er dort sah überraschte ihn nicht sonderlich: Begierde, Schuldgefühl, aber auch eine gewisse Empathie, die der Magier bisher nie zugelassen hatte. Ewan wollte, daß es Bray Spaß machte. Und zwar nicht so wie sonst nur um sich zu beweisen was für ein toller Hengst er war, - sondern für Bray. 'Nun', dachte Bray, 'wenn er mich stöhnen hören will, soll er sich Mühe geben' und verschränkte die Arme gemütlich hinter dem Kopf.

Ewan's Körper lag warm halb auf, halb neben Bray; immer vorsichtig darauf bedacht dem anderen nicht weh zu tun. Ein kurzer Blick in den Astralraum verriet dem Magier, daß Bray sich mental fallen ließ, offenbar gewillt Ewan machen zu lassen was immer ihm vorschwebte. Ewan lächelte und zwinkerte *Wolf* einmal kurz zu, der ihn irgendwie beleidigt und leise knurrend ansah.
Seine Sinne wieder ganz auf Bray's Körper konzentrierend, begann Ewan weiche Küsse auf dem Hals des anderen zu verteilen, sich vorsichtig nach oben arbeitend. Ein kleiner verspielter Biß in das linke Ohrläppchen, ein kurzes Lecken über eine weiche glatte Wange. Jetzt war Ewan's Mund nur Millimeter von Bray's entfernt. Sollte er es riskieren? Die Hände des Magiers glitten unschlüssig durch Bray's weiches Haar, spielten mit den Zöpfen darin. Ewan's Zunge benetzte seine vollen Lippen und sich selbst einen Ruck gebend, preßte er sie sanft auf Bray's.

Bray brauchte einen Augenblick, bis er glauben konnte, daß Ewan tatsächlich so unverschämt war. Glaubte er tatsächlich, daß er nur ein paar nette Worte sagen mußte und dann würde ihm alles zufallen? Was er jetzt wohl erwartete? Wahrscheinlich, daß Bray unter seinem Kuß dahin schmolz wie ein Eiswürfel im Sommer. Na, da konnte er lange warten. Da würde er sich noch sehr viel mehr Mühe geben müssen.
Obwohl... es fühlte sich so verdammt gut an... Wie Ewan’s Lippen wohl schmecken würden, wenn er den Mund öffnete, wenn er Ewan’s Zunge Einlaß gewährte...? *Wolf* gab ein abfälliges Schnauben von sich und trottete angewidert in die Weiten der Astralebene davon. Nein... nein er würde sich Ewan nicht so einfach hingeben, da mußte er schon ein bißchen mehr bieten. Auch wenn es ihm schwer fiel zu widerstehen.

Au Mann, Bray machte es ihm wirklich nicht leicht. Der Junge lag da wie festgefroren und rührte sich keinen Zentimeter. So hatte sich Ewan das nun auch nicht vorgestellt. Waren denn alle vorhergegangenen Nächte wirklich nur Show gewesen? Hatte Bray nur reagiert weil er dafür bezahlt wurde? Ewan fühlte Trotz in sich aufsteigen. So unattraktiv war er ja nun auch wieder nicht. Was andere für eine Nacht mit ihm geben würden - und er bezahlte Bray auch noch dafür!
Aber so schnell würde er nicht aufgeben. Ewan war schließlich kein blutiger Anfänger. Er wußte wie man jemanden aus der Reserve lockte. Wenn nicht so, dann eben erst mal anders. Langsam knabberte er sich über Bray's Kehle wieder nach unten, Fingerkuppen leicht über kleine dunkle Nippel streichend und dann stieß seine Zunge zum Bauchnabel des Schamanen vor, enge feuchte Kreise ziehend. "Hmm, weißt du eigentlich wie wundervoll der Geschmack deiner Haut ist?" Ewan atmete die Worte heiß in die kleine Öffnung, die seine Zunge nun ausführlich zu erkunden begann.

Bray sah zu Ewan hinunter und mußte lächeln. Der Magier gab sich wirklich alle Mühe und ließ sich nicht so leicht aus dem Konzept bringen. Seine Aura zeigte jetzt nichts mehr außer Begierde und fester Entschlossenheit. Hmm... und was für süße Gefühle seine Liebkosungen in Bray aufsteigen ließen. Eine angenehme Wärme begann sich in seinem ganzen Körper auszubreiten.
Natürlich hätte es nur eine kurze Willensanstrengung gebraucht, um völlig kalt zu bleiben. Aber warum zum Teufel sollte er sich diesen Genuß entgehen lassen? Stolz war eine feine Sache, aber Bray war klug genug zu wissen, wann er mehr behinderte als zu nützen.
Er schloß die Augen und überließ sich ganz dem Gefühl von Ewan's warmer Zunge. Sollte er ihn für seine Bemühungen belohnen? Nein... noch nicht ganz... aber bald.

Verdammt, warum konnte er nicht in Bray's Aura lesen? Sie blieb so unveränderlich, wie konnte das sein? Der Junge mußte doch *irgendetwas* empfinden, oder? Ewan spürte schon wie die Frustration in ihm aufstieg. Wenn der sinnliche Duft von Bray's Haut nicht gewesen wäre, der ihn so begehrlich machte, die straffe Haut unter seinen Händen und seiner Zunge - Ewan hätte Bray wohl liegen lassen und wäre gegangen. Sein Stolz war bereits empfindlich verletzt. Er war es gewöhnt, daß man unter seinen geübten Händen bebte.
Mit beinahe grimmiger Entschlossenheit wanderte sein Mund zu Bray's wohlgeformtem Glied, das immer noch völlig unbeeindruckt von Ewan's Zuwendungen schien. Das Feuer der Leidenschaft, gemischt mit Ärger, spornte den Magier zu Höchstleistungen an. Wie lange war es her, das er selbst das letzte Mal jemanden in den Mund genommen hatte?... -Lange auf jeden Fall.
Natürlich genoß er es, wenn jemand *ihn* bediente, er selbst aber vermied diese Art Gefälligkeit so gut es ging. Seltsamerweise war es mit Bray beinahe angenehm... beinahe angenehm?... Fuck, es fühlte sich sogar verdammt gut an! Die Haut des anderen war wunderbar seidig und glatt hier... und sein Geschmack!... Ewan konnte es nicht verhindern das ein leiser genußvoller Seufzer seiner Kehle entkam.

Bray hatte die Aura des Magiers sorgfältig im Auge behalten, um mitzubekommen, wenn seine Frustrationsgrenze erreicht war. Er hatte gerade das Gefühl gehabt, daß Ewan jetzt genug hatte... und dann hatte sich Ewan's warmer Mund über seinem Schwanz geschlossenen und für einen Moment konnte Bray nicht mehr geradeaus denken. Wie lange war es her, daß jemand das für ihn getan hatte... hatte überhaupt schon mal irgend jemand... Mühsam kämpfte er gegen die alles unter sich begraben wollende Welle der Erregung an, aber er wußte, daß sie jetzt in seiner Aura durchschien. So gut konnte selbst er sich nicht beherrschen.
Ohne sein bewußtes Zutun wanderte eine seiner Hände nach unten und vergrub sich in Ewan's langen blonden Haaren. Strich beinahe zärtlich hindurch, nur um sich dann festzukrallen, als Ewan seine Zunge um Bray's Schwanz gleiten ließ. Das fühlte sich so unglaublich gut an... Durch halb geschlossene Lider sah er zu Ewan hinunter. Was für ein wundervoller Anblick den Magier so zu sehen. Das machte wirklich vieles wett, was er in der Vergangenheit hatte erdulden müssen.
Und es schien dem Magier sogar Spaß zu machen. Sanft ließ Bray seine Finger durch Ewan's Haar gleiten. Wenn es doch nur immer so sein könnte zwischen ihnen. Dann hätte Bray auch nichts dagegen gehabt, es Ewan zu besorgen, wenn dem danach war...

Ewan war so versunken in dem Gefühl Bray zu liebkosen, das er die Veränderung in dem Schamanen zuerst gar nicht bemerkte. Das schneller werdende Gleiten über Bray's Schwanz war schon Minuten zuvor zu seinem ganz eigenen Vergnügen geworden. Doch als er nun die ersten perlenden Tropfen der Erregung auf seiner Zunge spürte, blickte er beinahe erschrocken auf.
Was er sah, raubte ihm den Atem. Bray lag mit halbgeschlossenen Augen auf dem Bett und blickte ihn beinahe zärtlich an, seine Aura pulsierte in einem kraftvollen Rot das an den Grenzen zu zerfließen schien als ob es sie sprengen wollte. Wann hatte er jemals etwas derartiges gesehen? Nicht einmal seine eigene Aura vermochte seine Lust so widerzuspiegeln. Es war überwältigend. Sanft lies Ewan seine eigene Aura sich ausdehnen um die von Bray zu berühren.

Bray schloß die Augen und ließ seine Gefühle zu Ewan fließen. Ließ den Magier spüren, wieviel ihm das hier bedeutete, was es für *ihn* bedeutete, hoffte beinahe ein wenig verzweifelt, daß er verstehen würde. Es war ein Geschenk, daß er bisher mit kaum einem anderen Menschen geteilt hatte. Und dennoch, ein Teil von ihm mußte wachsam bleiben. Seine Emotionen konnte er mit Ewan teilen, aber nicht mehr. Bray war sich nicht sicher wie, aber es gelang ihm, all die dunklen Geheimnisse zu vergessen, und sich einfach nur dem Augenblick hinzugeben. Er spürte, wie ihm Tränen in die Augen stiegen, so sehr ließ er sich von seinen eigenen Gefühlen überwältigen. Es war so gut loszulassen... zu nehmen und nicht immer nur genommen zu werden...
Ganz sanft ließ er seinen Geist durch die Tür gleiten, die Ewan ihm geöffnet hatte. Es war ein einfacher Spruch. Nur auf eine williges Ziel zu wirken, aber der Magier war mehr als willig, vertieft in die Gefühle, die er bei Bray spürte. Nur eine kleine Feedbackschleife, die Ewan's Gefühl der Erregung nahm und es ihm wieder und wieder verstärkt zurück gab. Eigentlich hätte es Bray egal sein können, aber plötzlich war es ihm wichtig, daß Ewan auch etwas von dem hatte, was er da tat. Und so würde es ein Erlebnis werden, daß er sobald nicht wieder vergessen würde.

Ewan hatte das Gefühl in einem Meer der Emotionen zu ertrinken. Hatte der andere wirklich das getan, was Ewan glaubte? - Bray teilte seine Lust mit ihm! Oh Gott ja... es war unglaublich. Alles war so intensiviert, so viel stärker, so viel geiler! Langsam übernahm reine animalische Gier die Gedanken des Magiers, doch trotz allem behielt er sich genug unter Kontrolle um auf Bray achtgeben zu können. Kein Schmerz, das war wichtig heute Nacht...
Ewan's Zunge spielte um Bray's Glied, als er ihn immer und immer wieder tief in seinen Mund nahm. Der Magier war zu ungeübt um wirklich alles von Bray in sich aufzunehmen, aber seine langen schlanken Hände machten das hoffentlich wieder wett. Er konnte Bray stöhnen hören und sein eigener Schwanz wurde so hart das es schmerzte.

Bray behielt Ewan's Aura noch einen Moment länger im Auge. Dann ließ er sich - zufrieden mit dem Ergebnis seines Zaubers - ganz und gar gehen und gab sich vollends dem Gefühl des weichen Mundes der sein Glied umschloß, hin. Erlaubte seinem Körper jedes bißchen seiner Kontrolle hinwegzufegen. Erneut klammerte er sich in Ewan's Haar fest. Er spürte, wie sich seine Welt immer weiter zusammenzog und langsam zu einem einzigen glühenden Punkt wurde, in dessen Zentrum nur noch seine Lust und Ewan's warmer Mund existierten.

Bray kam schnell und heftig. Ewan hatte nur einmal den Samen eines anderen Mannes gekostet und es hatte ihm gereicht. Er war sich sicher gewesen, daß er das nicht wiederholen wollte. Doch Bray kam zu unerwartet und überraschend in seinem Mund, und Ewan fand erstaunt, das er auf einmal nichts dagegen hatte. Der Schamane schmeckte so anders... nicht bitter, nicht unangenehm, einfach nur wunderbar.
Völlig versunken in dem neuartigen Gefühl, stöhnte Ewan leidenschaftlich auf. Letztendlich bewirkte Bray's raffinierter Zauber, das Woge für Woge seines Orgasmus auch über Ewan hinwegrollte und ihn mitriß. Der Magier schien nunmehr jenseits jedweden klaren Gedankens zu sein.

Einen langen Moment ließ Bray sich wiederum von Ewan's Erregung mitreißen und beinahe wäre er noch einmal gekommen, aber dann riß er sich zurück und löste den Zauber auf, ehe Ewan ernsthaften Schaden nehmen konnte. Noch mehr hätte ihn einfach durchbrennen lassen können. Er spürte, wie Ewan verwirrt ins Leere trudelte und hüllte ihn ganz in seine eigene Aura ein. In das Gefühl der Wärme und Dankbarkeit, das er jetzt empfand. Sanft zog er den Magier zu sich herauf und schloß ihn in seine Arme.

Er fühlte sich so unendlich erschöpft. Einen Moment lang war er sich so verloren vorgekommen, so allein. Doch dann hatte Bray ihn aufgefangen, hatte ihn eingehüllt und zu sich gezogen und jetzt lag er in seiner Umarmung und fühlte sich das erste Mal in seinem Leben wirklich geborgen. Er brachte nicht mehr als einen schwachen Seufzer heraus. Seinen Kopf an Bray's Hals vergraben und dessen pochenden Puls neben seinen Lippen, versuchte Ewan wieder zu Atem zu kommen.

Wie wunderschön Ewan's Aura war, jetzt da er endlich einmal die Maske der Coolness abgelegt hatte. Ein tiefes, sattes Grün - beinahe die Farbe seiner Augen, aber so viel vielschichtiger. Bray begann sich in der Aura des anderen zu verlieren. Seine Finger wanderten zärtlich über Ewan's Gesicht, berührten federleicht seine Wangen, die geschlossenen Augen, die vollen Lippen. Und dann zog er Ewan noch näher an sich und schenkte dem Magier, was der zuvor zu stehlen versucht hatte. Einen echten Kuß. Noch immer war Ewan wie betäubt, aber als Bray's Lippen die seinen berührten, kam wieder etwas Leben in ihn.

Ewan hätte beinahe losgeheult, er konnte sich gerade noch zusammenreißen. Bray hatte ihn tatsächlich geküßt - und es war echt gewesen. Voller Zärtlichkeit und echtem Zutrauen - wann war das letzte Mal etwas so echt gewesen? So bedingungslos? Ewan's Körper begann zu zittern, er konnte nichts dagegen tun. Seine Arme suchten Halt am Körper von Bray, er konnte und wollte ihn einfach nicht loslassen.

"Sh..." Bray fuhr mit einem Finger sanft über Ewan's Lippen. Er ließ die Ruhe und Zufriedenheit die sich immer weiter in ihm ausbreitete, zu Ewan fließen. "Das war wunderschön. Danke."

"Nein", schniefte Ewan. "Ich muß dir danken. Ich hätte nie gedacht das es so zwischen uns sein könnte." Er kuschelte sich noch ein wenig enger an Bray heran, langsam wieder seine Kontrolle findend. Eine Frage brannte auf seinen Lippen, aber er wußte nicht wie er sie stellen sollte. "Ich...", begann er. "verzeih mir wenn ich egoistisch klinge, aber ich möchte das gern irgendwann wiederholen? Aber wie könnte ich nach dieser Nacht einfach so wieder hierher kommen und dich weiter dafür bezahlen? - Nicht das du es nicht wert bist...", fügte er neckend hinzu. "Aber es macht die ganze Sache so... nun ja, irgendwie schmutzig, findest du nicht? Es ist so entwürdigend für dich. - Du verdienst soviel besseres."
Ewan hatte selbst keine Ahnung warum er auf einmal so emotional reagierte. Aber er wünschte sich so sehr, das es zwischen ihnen immer so wie heute sein könnte. Es war so zart, so wunderbar. Etwas das sich so völlig von dem unterschied was Ewan tagtäglich begegnete, und bei Bray war es sicher nicht anders.

"Na wenn das Geld deine einzige Sorge ist, kann ich dich beruhigen... davon seh ich eh keinen Cent. Das geht alles an Udo." Bray konnte sich die Bemerkung nicht verkneifen. Es war einfach zu süß wie Mister Cool plötzlich so emotional und kuschlig wurde. Aber er fühlte sich im Moment auch nicht anders. "Aber es wäre schön, wenn es öfter so sein könnte. Ich..." Bray vergrub das Gesicht in Ewan's Haar und atmete tief dessen Duft ein, um sich später daran zu erinnern. "Ich wußte schon gar nicht mehr, daß es auch so sein kann... daß es nicht wehtun muß..."

Ewan zuckte zusammen. Er hatte niemals realisiert wieviel Schmerz und Demütigung der andere wohl ständig zu erdulden hatte. Aber nun hatte er Bray einen Moment des Glücks schenken können und der Schamane wollte sogar das Ewan wiederkam! Der Magier lächelte glücklich. Das rosarot der Umgebung entsprach genau der Farbe der Wolke auf der er sich jetzt befand. Er seufzte glücklich. Doch ebenso plötzlich wie er in einer Welle der Glückseligkeit hinaufgestiegen war, stürzte er jetzt wieder herunter. Ihn fröstelte, als die Angst um Bray ihm den Atem nahm. "Was, wenn Udo es herausfindet? Was glaubst du wird er tun?"

Bray's Antwort war ein bitteres Lachen. "So lange du ihn bezahlst und wiederkommst? - Ist es ihm herzlich egal. Er weiß genau, daß ich ihm gehöre, daß ich nirgend wohin kann. Warum sollte er sich Sorgen machen? Immerhin macht es dich zu einer sicheren Geldquelle."

Ewan schluckte hart, und setzte sich mit einem Ruck auf. Das war nicht was er wollte! Es hatte davor genügt, ja sicher. Er wollte nicht mehr daran denken, das er selbst oft genug die Quelle für Bray's Leid gewesen war. Aber jetzt? Jetzt wo sie... ja was? Was waren sie denn? Ein Liebespaar? Sicher nicht... aber was dann? Ewan fand keine befriedigende Antwort. Nur bei einem war er sich sicher. Er wollte so sehr das *mehr* daraus wurde. Doch das ging nur wenn er Bray aus diesem Bordell rausbrachte. Eine Idee begann in Ewan aufzukeimen - verwegen und gefährlich - aber so glühend, das er alle Vorsicht vergaß.
"Komm mit mir." sagte er, sich zu Bray umdrehend und in den Augen des anderen nach dem erhofften Einverständnis suchend. "Bleib bei mir, ich schütze dich. Ich habe Freunde... wir könnten... wir könnten einfach nur zusammen sein." Ewan's Stimme war voller Hoffnung und Zuversicht.

Ewan's hoffnungsvolle Worte bohrten sich wie Dornen in Bray's Herz. 'Na bitte, das hast du jetzt davon', kommentierte *Wolf*, der plötzlich wieder neben ihm saß. Wie gerne wäre Bray einfach weggerannt. Wie gerne hätte er all das hier hinter sich gelassen. Aber er wußte genau, daß Ewan's Freunde ihn nicht vor Udo's Rachsucht schützen konnten und selbst wenn es möglich gewesen wäre, er mußte bleiben. Zu wichtig war die Mission, die er zu erfüllen hatte. Zuviel hing davon ab. Aber wie sollte er das Ewan verständlich machen? Ohne ihm etwas zu sagen?
Es kostete ihn seine ganze Beherrschung, sich nicht einfach wieder in sein Schneckenhaus aus Abgestumpftheit und Kälte zurückzuziehen, Ewan wieder nur die äußerste Schicht seiner Aura sehen zu lassen. Das hatte er nicht verdient. Und dennoch, vielleicht wäre es besser so, vielleicht würde es das dem Magier einfacher machen loszulassen. Wenn er die kleine, gerade aufkeimende Pflanze der Verliebtheit sofort wieder zertrat.
'Es wäre besser', versuchte *Wolf* ihn zu bestärken, aber Bray sah in Ewan's Augen und konnte es nicht. Zu lange war er allein gewesen. Der Gedanke hin und wieder ein paar glückliche Stunden mit Ewan zu verbringen war zu verführerisch. "Ewan... ich weiß nicht, was du für Freunde hast, aber sie können mich ganz sicher nicht vor Udo schützen." sagte er leise. "Er würde ganz genau wissen, wo er mich finden kann, ganz egal wo ich mich verkrieche. Und dann würde er mich zurückholen und alles würde nur noch schlimmer werden. Und ich weiß..." Bray schluckte. "Ich weiß, was er mit dir machen würde. Bring dich nicht so sinnlos in Gefahr. Du weißt nicht, was du riskierst."

In seinem Inneren hatte er gewusst, das diese Antwort kommen mußte. Die Welt in der sie lebten ließ keine andere Antwort zu. Immer nur 'nein', manchmal 'vielleicht'. Schwarz und grau. Aber er konnte und wollte es nicht akzeptieren, nicht diesmal. Nicht wenn das erste Mal in seinem sonst so trostlosen Leben die Sonne schien. Wenn die Kälte in seinem Herzen endlich begann sich aufzulösen!
"Bray, so glaub' mir doch - meine Freunde haben einiges an Power hinter sich. Und meine Magie kann diesem Scheißkerl Udo Kier auch noch einiges entgegensetzen." Ewan wußte das er übertrieb, aber er wollte Bray Mut machen. "Bitte.", flüsterte er und begann das Gesicht des Schamanen mit zarten Küssen zu bedecken. "Bitte Bray, komm mit mir. Ich weiß er wird dir sonst noch mehr wehtun. -- Das kann ich nicht ertragen. Bitte..."

'Oh verdammt... wie mache ich es ihm nur verständlich?' Bray fuhr sich mit den Fingern durch die Haare und nahm dann Ewan's Gesicht in seine Hände. "Ewan, vor zwei Tagen bist du noch zu Udo gegangen um dich zu beschweren weil ich dir keinen blasen wollte und jetzt willst du, daß ich wegen dir mein Leben endgültig wegwerfe? Bitte... Ich kenne Udo... ich weiß, daß du ihm nichts entgegenzusetzen hast." 'Manchmal kann selbst ich meine wahren Gedanken kaum vor ihm verbergen, und ich bin besser in Übung als du', fügte er in Gedanken hinzu.
"Sei mit dem zufrieden, was du hast. In dieser Welt wirst du nichts besseres bekommen. So ist es nun mal." Er seufzte tief. "Ich bin jetzt schon eine ganze Weile hier und immer noch am Leben. Mach dir nicht zuviel Sorgen um mich. Genieß, was wir jetzt haben und wenn es irgendwann vorbei ist denk manchmal an mich."

Ewan schüttelte Bray's Hände von sich und stand hastig von dem Bett auf, das ihm nun das Gefühl gab, in den Polstern ertrinken zu müssen. Eine plötzliche Eisigkeit schien ihn zu erfüllen. Er kannte das Gefühl nur zu gut. Es war sein Schutzwall, durch die Jahre aufgebaut und perfektioniert. "Fein." stieß er mit kalter Stimme hervor. "Wenn es dir hier so gut gefällt dann bleib. Offensichtlich ist deine Angst größer als deine Zuneigung. Ein schöner Wolf bist du - klemmst einfach den Schwanz ein! Aber bitte, ich brauch dich nicht - ich brauch niemanden hörst du!" Er schrie die letzten Worte beinahe heraus.
Während er hektisch seine Sachen zusammensuchte, kämpfte er gegen die Tränen an, die unerbittlich in ihm aufstiegen. <Du heulst nicht.> sagte er sich. <Wäre ja noch schöner... soll er doch hier bleiben und sich von dem Vampir ficken lassen. Ich brauch' niemanden...>

Bray blieb auf dem Bett sitzen und sah Ewan zu, wie der sich hastig anzog. Er wollte so gern einfach aufstehen und den Magier in den Arm nehmen. Ihm seinen Schmerz nehmen. Aber es war besser so. Am Ende war es besser für Ewan. Er konnte es einfach nicht riskieren, den Magier in seine wirklichen Probleme hineinzuziehen. So sehr er sich auch danach sehnte, dem anderen noch einmal so nahe zu sein. Es durfte nicht sein. Wenn Ewan sich nicht mit dem zufrieden geben konnte, was Bray zu geben in der Lage war, dann mußte es eben so sein.
Also schluckte er all die Worte herunter, die ihm auf der Zunge brannten und zog auch seine eigene Aura wieder um sich zusammen. Ließ sie zu dem nichtssagenden Grau verblassen, daß er der Welt stets zeigte. *Wolf* lehnte voller Mitgefühl seinen Kopf an ihn. 'Warum muß es immer so wehtun?' fragte er sein Totem.
*Wolf* sah ihn aus alten weisen Augen an. 'Wenn du dein Herz öffnest, machst du dich verwundbar', antwortete er sanft. 'Und wenn du es nicht tust, wirst du so wie das, gegen das du kämpfst. Gib nicht auf. Solange noch Leben da ist, ist auch Hoffnung da'.

Ohne sich noch einmal umzudrehen war Ewan zur Tür gestürmt. Dort angelangt wartete er für die Winzigkeit eines Augenblicks. <Sag was.>, hoffte er. <Halt mich zurück.>, bettelte sein Herz. Doch als nichts kam, atmete er noch einmal tief durch und öffnete die Tür mit einem heftigem Ruck. Er spürte die Augen des anderen auf seinem Rücken brennen, aber sie konnten die Kälte um ihn nicht mehr durchdringen. 'Ficken oder gefickt werden.' - sein altes Mantra. Er sagte es sich immer und immer wieder auf, als er das Zimmer und Bray hinter sich lies, nicht wissend ob er jemals zurückkommen würde.

*****

Run
Pretty boy
Run
from the fear
in your own mind

Escape
from the cold
in your heart
cut your soul
to feel the pain
at last

Away
just away
never stop
never still
never catch your breath
it might be mine
instead

 

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TEIL 4

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